Chronik

1954:
Im Zuge eines Begräbnisses wurden die ersten Gespräche bezüglich der Gründung eines Feuerwehrmusikvereins geführt. Hauptinitiatoren waren Johann Papst, Obmann der Freiwilligen Feuerwehr Eisbach-Rein und Kapellmeister sowie Abteilungsinspektor Friedrich Liebscher sowie einige Musikerkameraden. Die Gespräche über eine geplante Gründung eines Musikvereines war auch der Stein des Anstoßes, weshalb Friedrich Liebscher schon in diesem Jahr begann, junge Musiker auszubilden. Musiker von Stiwoll, St. Oswald, Gratwein und Rein nahmen an den Proben teil. Statt der zuvor vereinbarten fünf Schüler musste Friedrich Liebscher nun 25 junge Musiker unterrichten.

 

1956:
Am 16. Juni 1956 wurde das Gründungsfest veranstaltet. Die Feuerwehrmusik Eisbach – Rein war geboren. Der Musikverein wurde aus folgenden Kapellen gegründet: Offenbacher Kapelle, Moarbauer Kapelle und Josef Papst Kapelle. Alle drei Kapellen waren zeitweise in Eisbach aktiv.
Geprobt wurde in den Anfangsjahren bei der Teich – Wirtin. Frau Papst hat die Räumlichkeiten ihres Lokals für den Musikverein zur Verfügung gestellt.
Die Hauptaufgabe des Musikvereins bestand schon damals darin, die jährlichen Feste, sowohl von der Pfarre, als auch jene von der Gemeinde mitzugestalten. Dies hat sich bis heute nicht geändert. Die musikalische Umrahmung von Festen und Veranstaltungen gehört noch immer zu den Aufgaben des Musikvereins.

Die Offenbacher Kapelle

1890 - 1920

Moarbauer Kapelle

bis 1945

Josef Papst Kapelle

bis 1956


Gründerfoto der Feuerwehrmusik Eisbach - Rein

 

1. Reihe v.l.n.r.: Karl Volkmer, Johann Scherngel, Hermann Schröttner, Andreas Ertl sen., Andreas Ertl, Manfred Gratz,

                        Maximilian Zmug, Johann Schlatzer, Alois Pichler
2. Reihe v.l.n.r.: Walter Kögler, Josef Stoimaier, Johann Perschthaller, Johann Sattler, Johann Löscher, Karl Unterberger,
                        Karl Unterscheider, Herbert Rossegger, Adolf Brus
3. Reihe v.l.n.r.: Martin Tettmann, Karl Jantscher, Josef Kerschbaumer, Josef Papst, Friedrich Liebscher, Johann Papst,
                        Adolf Schnitzer, Otto Liebscher, Ewald Schirgi, Eduard Csecsinovits

1960:
Die rege Teilnahme der Musiker an den Proben (es wurde zwei – drei mal wöchentlich geprobt) verursachte Platzmangel. So wurden die Räumlichkeiten des Gasthauses Teichwirt bald zu klein.
Da der Verein nirgendwo im Ort geeignete Räume für Probenarbeit sowie für die Aufbewahrung der Noten, Instrumente und diverser Unterlagen hatte, kam es 1960 zu einem Grundstückskauf, auf welchem ein Musikheim
erbaut werden sollte. Am 6. Oktober 1960 erfolgte der feierliche Spatenstich zum Bau des neuen Musikheimes. Neben der Errichtung des Heimes musste auch eine Bachregulierung sowie der Bau einer Brücke über den Kehrer-Bach in die Wege geleitet werden, welches in den Folgejahren geschah.

 

1965:
Das 60 - jährige Bestandsjubiläum der freiwilligen Feuerwehr Eisbach – Rein sowie die das Gründungsfest  des SV – Rein mit Sportplatzeröffnung wurden musikalisch umrahmt.

 

1968:
Einweihung der Volksschule Eisbach – Rein sowie Verleihung des Gemeindewappens mit musikalischer Gestaltung der Feuerwehrmusik. Rüsthauseinweihe des Löschzuges Kehr.

 

1971:
Zum 15 jährigem Bestandsjubliäum des Musikvereins wurde das Musikheim nach langer Bauzeit feierlich eröffnet. Hierbei ist zu erwähnen, dass der Großteil des Vereinsheimes durch Eigenarbeiten der Musiker erstellt wurde. Der damalige Obmann Johann Papst war der Initiator und Organisator des Baues. Das benötigte Holz wurde teilweise von Gründungsmitglied Maximilian Zmug sen. selbst geschlagen. Der jahrelange Kapellmeister sowie Mitbegründer des Vereins, welcher ein gelernter Tischler ist, fertigte den Boden, die Türen sowie die Fenster an.

1974:
Umstellung der Instrumente von hoher Stimmung auf Normalstimmung
. Einige Instrumente wurden umgebaut, der Großteil musste jedoch neu angeschafft werden. Auch von der Bevölkerung wurden Instrumente gespendet. Die Instrumentenweihe im Stiftshof wurde im Zuge des Bezirksmusikertreffens in Rein abgehalten.

1982:
In diesem Jahr wurde der Musikverein eingeladen, ein Konzert am Grazer Hauptplatz anlässlich des Florianitages zu spielen. Neben der Einweihung des Heigger Kreuzes und der Feuerwehrausstellung in Ried (OÖ) mit anschließendem Konzert, durften wir auch dem Trachtenverein d´Lustigen Mühlbachkogler z´Hörgas zur Einweihnung ihres neuen Vereinsheimes musikalisch gratulieren. Der Höhepunkt des Jahres war allerdings die Konzertreise nach Vrsar im ehemaligen Jugoslawien. In den vier Tagen wurde nicht nur für Erholung gesorgt. Auch die musikalischen Darbietungen im Ausland fanden beim Publikum großen Anklang. Aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen und regen Teilnahme wurde 1983 eine fünf tägige Konzertreise nach Cres unternommen. 1984 folge eine weitere Konzertreise nach Vrsar.


 

 

 

 

Bild links und unten:

Konzertreise nach Cres 1983

Bild rechts:

Konzertreise nach Vrsar 1984


1986:
Das Jahr des 30 - jährigen Bestandsjubiläums, war ein belebtes Jahr. Zu Beginn des Jahres wurde der Besuch des Bischofs im Stift Rein musikalisch umrahmt. Neben dem alljährlichen Vierertreffen, welches in diesem Jahr in Gratkorn veranstaltet wurde, fand noch ein Musikertreffen in Fernitz sowie der Landesfeuerwehrtag in Bad Radkersburg statt. Kurz vor dem Jubiläumsfest, an welchem 27 Gastkapellen teilnahmen, wurde ein Konzert in Kapellen an der Mürz gespielt, dem Heimatort von Kapellmeister Friedrich Liebscher. Das Jahr wurde musikalisch mit einem Frühschoppen in Kalsdorf sowie einem Besuch bei der Feuerwehrmusik in Pölling abgerundet.

1988:
Beim Musikertreffen in Kalsdorf die mit einer Marschwertung verbunden war, konnten wir mit einer Rasenshow4 unser können unter Beweis stellen.
Neben diversen anderen Musikerfesten aus der Umgebung durften wir der Freiwilligen Feuerwehr zur Einweihung des Rüsthauses in Schirning musikalisch gratulieren. Eine weitere Konzertreise führte uns wieder nach Vrsar.

 

1989:
Ein besonderes Highlight der Feuerwehrmusik, eine Plattenaufnahme mit den zuvor intensiv geprobten Musikstücken, erfolgte am 23.Juni. Am 25.11. wurde die Platte in Passaring (Kärnten) vorgestellt, eine Woche später, am 03.12. folge die Vorstellung der Platte in Rein.

 

1990:
Wie schon in den zwei Jahren zuvor fand auch in diesem Jahr eine Konzertreise nach Vrsar statt.

 

1993:
Neben diversen Musikerfesten in den angrenzenden Gemeinden wurde ein Ausflug nach Lenti in Ungarn organiert.

 

1994:
Bei einer Konzertreise nach Andrian Anfang Juli wurde von uns beim Frühschoppen aufgespielt. Weitere Konzerte in Weinitzen und in Gaishorn folgten in diesem Jahr.

 

1996:
Anlässlich des 40 - jährigen Bestandsjubiläums wurde ein drei Tage Fest veranstaltet. Am Freitag wurden die Festlichkeiten mit dem Vierertreffen der Musikkapellen aus Gratwein, Gratkorn, Judendorf und natürlich der Feuerwehrmusik Eisbach - Rein veranstaltet. Es folgten Ehrungen sowie Konzerte der Gastkapellen vor dem Gemeindeamt. Am Samstag folgte das Bezirksmusikertreffen. Die Feierlichkeiten wurden am Sonntag mit einem Frühschoppen und Konzerten von Gastkapellen abgerundet.
Weiters fand in diesem Jahr auch ein Musikerausflug nach Wien zum Schloß Schönbrunn mit anschließender Besichtigung der Seegrotte in Hinterbrühl bei Wien statt.

1997:
Zur Eröffnung des Tenniscenter in Rein überbrachte auch der Musikverein seine musikalischen Grüße und Glückwünsche.
Unter dem Motto „Rein grüßt Graz“ wurde ein Konzert für den Tourismusverband Graz am Grazer Hauptplatz gegeben. Neben der Feuerwehrmusik bekamen hier alle Vereine die Gelegenheit, sich in Graz zu präsentieren. Der musikalische Höhepunkt in diesem Jahr war die Konzertreise ins Zillertal unter der Führung von „Bäckerseppl“ Vinzenz Pignitter. Besichtigt wurden unter anderem die Krimmler Wasserfälle und der Gerlospass. Am Hauptplatz von Mayerhofen wurde ein Konzert gegeben. Genächtigt wurde in einem Hotel am Fuße des Hintertuxer Gletschers.

1998:
Neben der feierlichen Eröffnung des Sportplatzes des TUS Rein am Reiner Feld fand auch ein Musikerausflug ins Burgenland statt. Eine Schiffsreise am Neusiedlersee mit anschließender Kutschenfahrt, welche in Illmitz gestartet und mit einer Weinverkostung abgerundet wurde.
In diesem Jahr kam es auch zu einer umfangreichen Sanierung des Musikheimes, bei welcher unter anderem das Dach des Vereinsheimes erneuert wurde.

1999:
Die Klangwolke wurde anlässlich des 100. Gebrurtstags der Grazer Oper in Graz veranstaltet. So wie 4500 Musiker marschierte auch die Feuerwehrmusik Eisbach – Rein auf, um dieses Fest mitzugestalten. Im Anschluss an den Aufmarsch wurde auch am Monsterkonzert im Stadtpark teilgenommen.

 

2000:
Das Landesmusikerfest der steirischen Blasmusiker fand in Deutschlandsberg statt. Es waren über 8000 Musikerinnen und Musiker anwesend, um nach einem gemeinsamen Festumzug ein Fest der Blasmusik zu feiern.

 

2003:
Ausflug auf den Erzberg

 

2006:
Anlässlich des 50 - jährigen Bestandsjubiläums fand ein Bezirksmusikertreffen in Eisbach statt. Friedrich Liebscher wurde für seine 50 jährige Tätigkeit als Kapellmeister von Horst Wiedenhofer, dem Landesobmann des steirischen Blasmusikverbandes geehrt. Weiters erhielt er das steirische Verdienstkreuz in Silber für seine langjährige und ausgezeichnete Arbeit für die Blasmusik.

 

2007:
Zu Ehren von Markgraf Leopold dem I., dem Gründer der Steiermark, dessen Leichnam im Stift Rein bei Grabungsarbeiten entdeckt wurde, wurde im Stift Rein ein mehrsätziges Werk uraufgeführt. Das Werk wurde von Rudolf Bodingbauer komponiert und von vielen Musikern aus dem Musikbezirk Graz – Nord in der Basilika gespielt.
Bei einem Ausflug nach Budapest zusammen mit der Feuerwehr war die Besichtigung des Schlosses Gödöllö, welches eines der königlichen Schlösser von Kaiserin Sissi war, ein besonderes Highlight.

 

2008:

Erstmals wurde zusammen mit der Theatergruppe „Theater am Hof“ der Steirische Faust von Prof. Gerd Linke aufgeführt. Dank des Obmannes der Theatergruppe, Herrn Anton Brandstätter, durften wir bei diesen Aufführungen mitwirken.
Wie schon 1997 führte uns wieder eine Konzertreise nach Mayerhofen ins Zillertal, wo unter anderem wieder am Hauptplatz von Mayerhofen ein Konzert gespielt wurde.

 

2010:
Im Zuge des 140. Gründungsjubiläums des Landesfeuerwehrverbandes fand in Bruck an der Mur ein Aufmarsch verschiedenster Feuerwehren mit Vorführungen statt. Zusammen mit drei weiteren Musikkapellen wurde im Anschluss dazu ein Platzkonzert gespielt.
Ein drei tägiger Ausflug führte uns gemeinsam mit der Feuerwehr nach Prag. Organisiert wurde dies von Ewald Schacherl. Eine Stadtbesichtigung von Prag sowie ein Abstecher nach Böhmisch Krummau bei der Heimfahrt begeisterte alle, die dabei waren.
Erste Gespräche bezüglich eines Neubaus des Musikheimes wurden mit der Feuerwehr und der Gemeinde geführt.

2011:
Ein Musikerausflug führte uns nach Dresden sowie in die Sächsische Schweiz. In diesen vier Tagen wurden die Stadt Dresden selbst, sowie das Elbsandsteingebirge inklusive der Festungsanlage Königstein besichtigt.

 

2013:
Friedrich Liebscher, 57 Jahre Kapellmeister, übergab den Taktstock an Ewald Schacherl. Er ist somit der älteste und längst dienende Kapellmeister in der Steiermark. Friedrich Liebscher wurde daraufhin als Steirer des Tages in der Zeitung erwähnt. Das Motto „ein Leben für die Musik“ trifft hierbei genau zu und beschreibt ihn treffend. Nach mehrmaliger Umplanung nahm die Idee eines neu gebauten Musikheimes langsam konkrete Formen an. Es wurden bereits erste Details abgeklärt.

2014:
In Rein fand die erste steirische Trachtenwallfahrt statt. Dieses Fest, welches vom Trachtenverein „d´Lustigen Mühlbachkogler z´Hörgas“ gemeinsam mit der Feuerwehrmusik Eisbach - Rein im Zuge des alljährlichen Frühschoppens veranstaltet wurde, untermauert die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit der letzten Jahre.
Weiters wurde in diesem Jahr bewiesen, dass auch neue und ungewöhnliche Herausforderungen gerne in Angriff  genommen werden. Vom „Eisenbahnermusikverein der Europastadt Graz“ sowie der „Markt und Werktskapelle Gratkorn“ wurden wir für die „Cold – Water – Challenge“ nominiert. Bei dieser über Facebook ausgeschriebenen Aktivität, muss von einer Kapelle innerhalb von drei Tagen ein Marsch im Wasser gespielt werden. Trotz des trüben Wetters meisterten wir auch diese Herausforderung mit bravour. Besonders erfreulich war, dass sich Alt und Jung an diesem Ereignis beteiligten.
Am 18. November erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen Musikheimes und Rüsthauses.
Um die Anstrengungen des Jahres zu belohnen, wurde ein Musikerausflug organisiert. Dieser führte uns zuerst in unsere direkte Heimat. Einer Stiftsführung durch Pater August Janisch folgten ein paar gemütliche Stunden bei Pechmanns alter Ölmühle in Ratschendorf mit dem Abschluss bei Weinbau List.

2015:
Der Landesfeuerwehrkommandant der Steiermark, Präsident des Österr. Bundesfeuerwehrverbandes Albert Kern, feierte seinen 60. Geburtstag. Im Zuge seiner Feier im St. Veiter Schlössel gratulierte ihm die Feuerwehrmusik und spielte für ihn einige Märsche. Weiters erhielten wir den 6. Steirischen Panther, welcher uns im Grazer Rathaus verliehen wurde.
Am 30.10.2015 war es endlich so weit. Im Zuge der ersten Probe erklangen erstmals instrumentale Klänge aus dem neuen Vereinsheim.

 

2016:
Am 22. Mai wurde die offizielle Eröffnung des Musikheimes und Rüsthauses sowie der Räumlichkeiten für den Kameradschaftsbund gefeiert. Bei der Segnung mit Pfarrer Mag. Pater Philipp Helm vom Stift Rein waren mehr als 800 Personen anwesend, um das Fest gemeinsam mit uns zu feiern.

Am 02.-03. Juli feierten wir unser 60 jähriges Bestandsjubiläum.  Dieser Anlass wurde genutzt, um eine am ersten Tag eine Marschwertung mit anschließendem Bezirksmusikertreffen abzuhalten. Am zweiten Tag wurde ein Frühschoppen veranstaltet, welcher vom Musikverein der Graz-Linien musikalisch umrahmt wurde.